Planmäßige Wartungssysteme
Planmäßige Wartungssysteme sind so konzipiert, dass sie möglichst viele Ausrüstungsgegenstände des Schiffes umfassen. Es ist wichtig, dass die Wartungsarbeiten planmäßig durchgeführt und ordnungsgemäße Aufzeichnungen geführt werden. Die vorgesehenen Häufigkeiten für Überholungen/Inspektionen sind und können nur Richtlinien sein. Das Handelsschema des Schiffes, die klimatischen Bedingungen und die Betriebsbedingungen sollten sorgfältig berücksichtigt werden, und falls erforderlich, sollte die Häufigkeit geändert werden, um den vorherrschenden Bedingungen gerecht zu werden. Daher sollten die genannten Häufigkeiten als Mindestangaben betrachtet werden. Schiffe, die keine offiziellen planmäßigen Wartungssysteme haben, müssen regelmäßig gemäß den Anweisungen des Herstellers überholt und inspiziert werden.
Kritische Ausrüstungen und Systeme
Abschnitt 10.3 des ISM-Codes verlangt die Identifizierung von Ausrüstungen und technischen Systemen, deren plötzlicher Betriebsausfall zu gefährlichen Situationen führen kann.
Alle vom Unternehmen als kritisch identifizierten Elemente sollten in ein planmäßiges Bordwartungssystem aufgenommen werden, das die Zuverlässigkeit solcher Ausrüstungen oder Systeme verbessern soll. Diese Maßnahmen sollten regelmäßige Tests von Ersatzgeräten und Ausrüstungen oder technischen Systemen umfassen, die nicht ständig in Gebrauch sind.
Systeme, die für programmierte Tests innerhalb des planmäßigen Wartungssystems identifiziert wurden, sind:
1. Hauptmaschine und ihre Sicherheitsvorrichtungen
2. Hilfsmaschinen
3. Ölreiniger
4. Öl-Wasser-Separator
5. Brennstofföl-Transferpumpe
6. Ruderanlage
7. Maschinenraum-Alarmsystem
9. Radargeräte / ARPA
10. GMDSS-System
11. Navigationslichter und Signalkörper
12. Schiffspfeife
13. Kreiselkompass und Tochterkompasse
14. Autopilot und Steuerstand
15. Hauptmaschinen-Steuerungssystem und Notstopp
16. Echolot
17. Bereitschafts-/Reserve-Ausrüstungen und -Systeme
Jeder Ausfall dieser Ausrüstung oder dieses Systems ist unzulässig. Wenn der Fehler an Bord behoben wurde, ohne dass dieses Büro kontaktiert werden musste und ohne Risiko einer Kontamination oder Verschmutzung, handelt es sich um einen internen Zustand
der Nichtkonformität des Schiffes und muss nicht an das Büro gemeldet werden, wenn kein Problem erneut auftritt oder der Kapitän der Meinung ist, dass andere Schiffe von einer Rückmeldung aufgrund dieses Vorfalls profitieren könnten, wie z.B. eine durchgebrannte Sicherung der Radarantenne. Wenn externe Unterstützung oder Ersatzteile in irgendeiner Form erforderlich sind oder die Bedrohung für die Sicherheit des Schiffes oder der Umwelt real ist, wie z.B. ein Rohrleitungsbruch, muss das Schiff dies dem Büro als Nichtkonformität melden.
Messgeräte und Werkzeuge
Der Leitende Ingenieur ist bei Antritt verantwortlich für die Sicherstellung, dass alle kritischen Druckmessgeräte (überprüft werden, ausgenommen solche, die von der Klassifizierung CSM abgedeckt sind).
Wenn ein Gewichtsprüfgerät an Bord ist, kann dieses zur Prüfung von Druckmessgeräten verwendet werden, muss aber selbst jährlich an Land überprüft werden.
Die folgenden kritischen Messgeräte müssen bei jeder Zwischen- und Sonderbesichtigung kalibriert werden:
1. Kessel