Die Reederei bemüht sich, die Schiffe alle 2½ – 3 Jahre ins Trockendock zu bringen. Während der routinemäßigen Trockendockung des Schiffes werden größere Arbeiten, die Werftanlagen erfordern oder außerhalb der Fähigkeiten des Schiffspersonals liegen, nach Genehmigung durch das Büro/den Superintendenten durchgeführt. Zu dieser Zeit umfasst die Arbeit:
a) Routinemäßige Trockendock- und Reparaturposten.
b) Größere Änderungen, falls vorhanden.
c) Ausstehende Klasseempfehlungen, die möglicherweise Werftunterstützung erfordern.
d) Von den Schiffen angeforderte Reparaturen.
Vorbereitung der Trockendock-Spezifikationen
Trockendock-Reparaturspezifikationen sollten mindestens sechs Monate vor der geplanten Dockung vorbereitet und dem Büro vorgelegt werden, und ergänzende Listen sollten bei Bedarf eingereicht werden. Diese Listen sollten von der Deck- und Maschinenabteilung getrennt vorbereitet werden und vom Ersten Offizier und Chefingenieur ausgefüllt und vom Kapitän nach seiner Überprüfung gegengezeichnet werden. Sie sollen alle ausstehenden Reparaturen gemäß den Reparaturlisten abdecken und Reparaturen in Unterkünften, Küche, Funk- und Navigationsausrüstung, Rumpf- und Maschinenreparaturen usw. einschließen. Dies ist dann vom verantwortlichen Technischen Superintendenten zu prüfen.
Bei der Vorbereitung der gegebenen/gelieferten Spezifikation müssen folgende Überlegungen/Details berücksichtigt werden:
a) Routinewartung und Überholungsposten sollten nicht in die Liste aufgenommen werden, sondern in eine separate Liste von Posten, die während der Dockzeit vom Schiffspersonal durchzuführen sind.
b) Für den Zugang zur Durchführung von Reparaturen/Erneuerungen eines bestimmten Postens, wenn zusätzliche Arbeiten wie Entfernen von Rohrleitungen, Aufbau von Gerüsten, örtliche Reinigung usw. erforderlich sind, muss dies deutlich gegen den Posten vermerkt werden.
c) Wenn Ausrüstung zur Reparatur an Land gebracht werden muss, ist dies anzugeben.
d) Wo anwendbar, sollten alle Posten mit geeigneten Skizzen für leichtes Verständnis unterstützt werden, und alle Rohrleitungen müssen Material, Länge, Durchmesser des Rohrs, Abmessungen der Flansche usw. angeben.
e) Für Überholung/Erneuerung von Ventilen müssen Typ, d.h. Klappen-, Schieber- oder Kugelventil, Abmessung, Material usw. angegeben werden.
f) Wenn Ersatzteile für die Durchführung der Reparaturen erforderlich sind, sollten alle Details davon in einem Ersatzteil-Anforderungsformular beigefügt werden.
Nach Prüfung derselben durch den Superintendenten wird eine endgültige Reparaturspezifikation vom Büro erstellt, von der eine Kopie an das Schiff zur notwendigen Vorbereitung weitergeleitet wird.
Vorbereitung für Reparaturen
Wenn die Umstände es erlauben, sollen alle praktischen Vorbereitungen vom Schiffspersonal in Bereitschaft für (und vor) dem tatsächlichen Beginn der Reparaturen getroffen werden. Das oben Genannte bezieht sich auf Vorbereitungen wie das Abkühlen von Kesseln, Entleeren von Kraftstoff- und Wassertanks, Räumen von Bereichen, in denen die Arbeit durchgeführt werden soll, Gasfreihalten von Ladungstanks für Heißarbeiten, Trimmen des Schiffes für die Trockendockung gemäß den Anforderungen der Werft, Kennzeichnung aller Reparaturposten zur leichten Identifizierung usw.
Gut auf die Dockreparaturen vorbereitet zu sein, spiegelt nicht nur gute Seemannschaft wider, sondern hilft auch, die Reparaturzeit niedrig zu halten, was den Eignern finanziell zugute kommt.
Während der Trockendockperiode
Die nachstehend beschriebenen Anweisungen sind einzuhalten, wenn das Schiff ins Trockendock gebracht wird.
a) Das Schiff soll aufrecht sein und einen Trimm von nicht mehr als zwei Metern nach achtern oder wie vom Dockmeister gefordert haben.
b) Alle Lukendeckel und Zwischendeckdeckel sollen an ihrem Platz montiert sein.
c) Alle Ladegeschirre und Kräne sollen in Längsschiffsposition gesichert sein.
d) Alle Schanzkleidungen sollen ordnungsgemäß an ihrem Platz montiert sein.
e) Gangways sollen gegen die Schiffsseiten geklappt und Lotsenleitern weggestaut sein.
f) Alle Seitenluken sollen in geschlossener Position verriegelt sein.
g) Alle Toilettenanlagen sollen verschlossen und die Schlüssel beim Ersten Offizier aufbewahrt sein.
h) Alle Hauptventile an Waschwasserleitungen sollen während des Aufenthalts des Schiffes im Dock geschlossen gehalten werden.
i) Anker sollen sicher gesichert sein, bevor der Bug des Schiffes ins Trockendock einfährt.
j) Der Kapitän soll sicherstellen, dass angemessene Feuerlöschanordnungen aufrechterhalten werden.
k) Ein entsprechender Hinweis, dass Arbeiter am Propeller und Ruder arbeiten, ist unmittelbar nachdem das Schiff auf den Kielblöcken aufgesetzt hat, deutlich sichtbar in der Nähe des Hauptmaschinen-Drossels/Ventils, des Drehgetriebes und des Steuerrades anzubringen. Wo möglich, müssen physische Barrieren installiert oder die relevante Maschine stillgelegt werden.
l) Der Kapitän soll sich vergewissern, dass er sowohl für das Docken als auch für das Ausdocken ausreichende Stabilität hat.
m) Der Kapitän soll alle Beteiligten auf alle von den Trockendockbehörden erlassenen Vorschriften aufmerksam machen.
n) Der Kapitän soll sicherstellen, dass die Werft einen Trockendock-Kielblockplan vor dem Einfahren des Schiffes ins Trockendock einreicht, um sicherzustellen, dass die Blöcke gleichmäßig und korrekt angeordnet sind, um Wechselwirkungen zwischen Spantabständen, Bodenstopfen, Echolotübertragung usw. zu vermeiden.
o) Alle Bereiche, die für Werftarbeiter und Auftragnehmer nicht zugänglich sein sollen, sind zu sichern.
p) Alle Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung von Diebstahl der Schiffsausrüstung einschließlich Werkzeuge, Geräte usw. sind zu treffen.
Unmittelbar nachdem das Dock trocken ist, sollen der Kapitän und der Chefingenieur in Begleitung des Ersten Offiziers den Unterwasserkörper des Schiffes gründlich inspizieren. Der Kapitän soll besondere Aufmerksamkeit auf Mängel am Schiffskörper richten, d.h. Außenhaut, Kimmkiel usw.
Der Chefingenieur soll alle Seekisten, das Ruder und die Ruderlager, den/die Propeller, Zinkanoden, Stevenrohr-Dichtungen und alle anderen Unterwasserkörper-Beschläge wie Pilotrohre, Echolot-Sonden usw. gründlich inspizieren. Er soll sicherstellen, dass genaue Messungen des Wellenendspielraums/der Wellenendspielräume vorgenommen werden.
Ankerketten sollen bei jeder Trockendockung ausgelegt und gründlich inspiziert werden.
Während des Aufenthalts des Schiffes im Trockendock darf ohne schriftliche Genehmigung des Dockmeisters kein Kraftstoff oder Wasser gepumpt oder abgelassen werden, noch dürfen Gewichte an Bord des Schiffes verändert werden. Es ist die Pflicht des Ersten Offiziers, den Dockmeister informiert zu halten und die notwendigen Vorkehrungen für jede Gewichtsänderung zu treffen, die im Zusammenhang mit den Reparaturarbeiten erforderlich sein könnte.
Eine Stunde bevor das Dock geflutet werden soll, soll der Erste Offizier persönlich feststellen, dass alle Ablassstopfen fest an ihrem Platz sitzen und keine Klebeband auf den Zinkanoden verbleibt. Der Chefingenieur soll feststellen, dass alle Seeventile an ihrem Platz sind und ordnungsgemäß eingestellt sind. Ein entsprechender Eintrag ist in den Deck- und Maschinenlogbüchern des Schiffes zu machen. Stevenrohrdichtungen sollten eingebaut und Stopfen gesichert und nach Abschluss der Arbeit auf Öldichtheit/Leck überprüft werden.
Jeder Besichtiger, der das Schiff während des Trockendockaufenthalts besucht, soll vom Superintendenten, Kapitän und/oder Chefingenieur entsprechend begleitet werden.