Egal wie gut ein Radar ist, sein Wert als Hilfsmittel hängt vollständig von der Person ab, die es bedient, und Navigationsoffiziere müssen sich der Fähigkeiten und Grenzen des Radars voll bewusst sein, um das Radarbild richtig zu verstehen und zu interpretieren.
Radarübungen sollten bei klarem Wetter durchgeführt werden, wann immer möglich, um das Vertrauen und die Regelmäßigkeit zu bieten, die für die ordnungsgemäße Verwendung von Radar bei eingeschränkter Sicht erforderlich sind.
Radarinformationen
Radarinformationen müssen so verwendet werden, dass frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden können, um jedes Kollisionsrisiko zu vermeiden.
Der Eigner/die Manager möchten betonen, dass die Verwendung von Radar keine Rechtfertigung hat (dringende Arbeit für Seeleute).
Umstände entbinden den wachhabenden Offizier nicht von der Pflicht, die Bestimmungen der internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See zu befolgen und entsprechend zu manövrieren.
Bei der Navigation in oder in der Nähe eines Gebiets mit eingeschränkter Sicht gelten folgende verbindliche Regeln:
Jederzeit mit äußerster Vorsicht navigieren.
Mit sicherer Geschwindigkeit unter gebührender Berücksichtigung der besonderen Umstände und vorherrschenden Bedingungen fahren. gemäß Regel 6.
Es ist auch entscheidend, dass die Radaranlagen des Schiffes betriebsbereit sind und dass sie so eingestellt sind, dass eine optimale Leistung gewährleistet ist.
Automatische Radarplotthilfe (ARPA, dringende Arbeit für Seeleute)
Zusätzlich zu den Hinweisen zum Radar und den Anweisungen in den entsprechenden Anweisungen.
Betriebshandbuch, sollten folgende Punkte bei der Verwendung von ARPA überprüft werden:
.1 dass die Leistung des mit ARPA verbundenen Radars optimal ist. Zusätzlich kann ARPA mit einem Testprogramm ausgestattet sein.
.2 dass die Eingabe von Richtung und Geschwindigkeit in das ARPA zufriedenstellend ist. Bei falscher Eingabe von Kurs und Geschwindigkeit können schwerwiegende Ausgabefehler auftreten. Bei Verwendung des bodenstabilisierten ARPA-Anzeigemodus, insbesondere in Gebieten mit erheblichen Strömungen und/oder Gezeitenströmungen, ist Vorsicht bei der Interpretation von Informationen über die Bewegung anderer Schiffe geboten (dringende Maßnahme für Seeleute).
.3 i) akustischer Alarm aktiv/inaktiv.
ii) automatischer Datenerfassungsmodus aktiv/inaktiv.
Die oben genannten Warngeräte entbinden den Benutzer nicht von der Verantwortung, eine ordnungsgemäße Überwachung mit allen verfügbaren Mitteln aufrechtzuerhalten. Bitte beachten Sie, dass kleine Ziele möglicherweise nicht vom automatischen Erkennungssystem erfasst werden.
Alle Navigationsoffiziere müssen sich so schnell wie möglich nach dem Beitritt zum Schiff gründlich mit diesem speziellen Fall vertraut machen.
ARPA-Schiffseigenschaften. Wie beim Radar ist das Üben bei klarem Wetter wichtig, um die Vertrautheit mit den verschiedenen Funktionen von ARPA zu erlangen und zu erhalten, sowie den Vergleich der Ausgabe mit der tatsächlichen Situation.