Wenn der leere oder andere geschlossene Raum für einige Zeit verschlossen war, kann der Sauerstoffgehalt durch den Rostprozess reduziert sein. Sauerstoffmangel kann in Kesseln und Druckbehältern auftreten, wo sauerstoffabsorbierende Chemikalien zur Rostverhütung verwendet wurden.
Sauerstoffverarmung kann in Laderäumen durch Ladungen auftreten, die Sauerstoff absorbieren, wie Ölkuchen, Stahlprodukte, Schrott und so weiter.
Sauerstoffmangel kann auch bei der Ladungssammlung auftreten, beispielsweise beim Transport von Erzkonzentraten, obwohl die Lukendeckel entfernt und die Ladung gelöscht wurde.
Wenn CO2-Dampf oder andere Feuerlöschchemikalien in den Raum abgegeben werden, wird der Sauerstoffgehalt in diesem Raum verbraucht.
TOXISCHE GEFAHREN
Es besteht immer die Möglichkeit gefährlicher Dämpfe von schlecht gestapelten Chemikalienbehältern.
Schäden durch Rost, Zunder oder Schlamm von Ladungen tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs oder Wasser, das solche Substanzen bedecken könnte, kann zur Freisetzung giftiger oder brennbarer Gase führen.
VORBEREITUNG DES RAUMS FÜR DEN EINTRITT
Beim Öffnen des Eingangs zu einem gefährlichen Bereich ist Vorsicht geboten, um die Folgen eines möglichen Druck- oder Dampfaustritts aus dem Raum zu vermeiden.
Der Raum gemäß Seejobs-Handbuch muss durch Verstopfen von Rohren oder anderen Öffnungen oder Absperrventilen isoliert und vor gefährlichen Stoffen geschützt werden. Die Ventile müssen dann verriegelt oder durch andere Mittel gegen versehentliche Betätigung gesichert werden.
Bei Bedarf sollte der Raum gereinigt oder gewaschen werden, um möglichst viel Schlamm oder andere Ablagerungen zu entfernen, die gefährliche Dämpfe abgeben könnten. Besondere Vorsichtsmaßnahmen können aus den bereits genannten Gründen bei der Durchführung solcher Arbeiten erforderlich sein.
Der Raum sollte durch natürliche oder mechanische Mittel gründlich belüftet werden, um die Entfernung aller schädlichen Gase zu gewährleisten. Drucksauerstoff darf niemals zur Belüftung des Raums verwendet werden.
Die Deckbesatzung, Ladungskontrolle und der diensthabende Maschinenraum sollten informiert werden, und Warnschilder sollten aufgestellt werden, um vor versehentlicher Verwendung von Ausrüstung, Ventilen oder Lüftungsstopps usw. zu warnen. Falls erforderlich, müssen Pumparbeiten beim Betreten eines gefährlichen Bereichs eingestellt werden.
NICHT GASFREI UND WISSENSCHAFTLICHE KITS
Es wird betont, dass das Betreten von Tanks, die bekanntermaßen gasfrei oder sauerstofffrei sind, nur unter außergewöhnlichen Umständen und wenn es keine Alternative gibt, erlaubt sein darf. In dieser äußerst gefährlichen Situation müssen die beteiligten Personen gut im Umgang mit Atemschutzgeräten geschult sein und sich der Gefahren des Abnehmens des Atemschutzgeräts in feindlicher Atmosphäre bewusst sein.
Wenn es notwendig ist, einen Tank oder ein Abteil zu betreten, wo vermutet wird, dass die Atmosphäre giftiges Gas enthält oder Sauerstoffmangel besteht oder diese Bedingungen während der Belegung auftreten könnten, sollte der Vorgesetzte oder Aufseher für die ständige Überwachung des Vorgangs verantwortlich sein und Folgendes sicherstellen:
Der Kapitän ist zufrieden, dass es keine praktische Alternative zur vorgeschlagenen Eintrittsmethode gibt und ein solcher Eintritt für den sicheren Betrieb des Schiffes wichtig ist. Der Kapitän hat die Sicherheitsliste "Eintritt in den geschlossenen Raum" ausgefüllt.
Lüftung wird, wo möglich, bereitgestellt.
Das Personal verwendet Atemschutzgeräte und Rettungswesten.
Die Anzahl der Personen, die den Tank betreten, wird auf ein Minimum entsprechend der durchgeführten Arbeit reduziert.
Kommunikationsmittel und ein für das beteiligte Personal verständliches Signalsystem werden bereitgestellt.
Vereinbart und
Ersatz-Atemschutzgeräte (und Wiederbelebungsgeräte, falls vorhanden) sind außerhalb des Bereichs bereit, und im Notfall sind wartende Teilnehmer anwesend.