Enge Gewässer
Vor der Annäherung an enge Gewässer sollen die Navigationsbedingungen rechtzeitig sorgfältig studiert werden. Auffallige, leicht identifizierbare Peilobjekte für Radar sowie terrestrische Beobachtungen sind auf der Karte zu markieren.
Mögliche Ankerplätze sollen identifiziert werden, damit das Schiff bei eingeschränkter Sicht abseits der Hauptroute ankern kann.
Routen
Stellenangebote für den Ersten Offizier auf Containerschiffen sollten für jede Route und jeden Handelsgebietsabschnitt geprüft und priorisiert werden. Beim Festlegen von Kursen für große Schiffe soll darauf geachtet werden, die größtmögliche Wassertiefe für die Schiffsbahn sicherzustellen und wann immer möglich sollen solche Schiffe empfohlenen Routen folgen.
Trimm
Die Vorwärtsbewegung eines großen Schiffes beeinflusst den Trimm, was dazu führt, dass das Schiff mehr über Bug trimmt als wenn es keine Fahrt macht, und mit zunehmender Geschwindigkeit steigt auch der vordere Tiefgang.
Beim Durchfahren von Gebieten mit begrenzten Tiefen ist es wünschenswert, dass das Schiff auf ebenem Kiel fährt. Es sollten daher bei ruhigen Wetterbedingungen Beobachtungen gemacht werden, um die Wirkung der Schiffsgeschwindigkeit auf den Trimm festzustellen.
Flachwasser
Alle Gebiete mit flachem Wasser sollen mit angemessen niedriger Geschwindigkeit passiert werden und der Trimm des Schiffes soll so weit wie möglich auf ebenem Kiel sein.
Positionsbestimmung
Während der Navigation in engen Gewässern sollen das Radar und andere Navigationshilfen des Schiffes auch bei klarem Wetter in Betrieb sein und ein Navigationsoffizier soll die Position des Schiffes kontinuierlich überwachen und auf der Karte eintragen.
Die Position des Schiffes soll immer in Abständen von nicht mehr als zehn Minuten auf der Karte eingetragen werden und wo immer möglich immer durch mehr als eine Methode der Positionsbestimmung verifiziert werden.